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Wann ist Ostern?



Das Osterfest spielt gerade im christlichen Glauben eine bedeutende Rolle. Denn von diesem Hochfest das zumeist in den Frühlingsmonaten nahe dem offiziellen Frühlingsbeginn statt findet, hängen alle weiteren Datierungen der beweglichen Feiertage der Kirche ab. Wie aber kommt es, dass Ostern immer zu einen fast identischen Zeitraum stattfindet?

Nun, seit dem Jahre 1091 beginnt in den westlichen Kirchen der österliche Festkreis mit dem Aschermittwoch. Diesem folgt dann eine 40tägige Fastenzeit, die gerade für streng gläubige Menschen eine besondere Bedeutung besitzt. Denn ein jeder Tag in dieser Fastenzeit soll an die 40 Jahre der Unterdrückung des Volkes Israel sowie an die 40tägige Fastenzeit Jesus in der Wüste erinnern.

Generell endet diese Fastenzeit, die jeder Gläubige anders gestaltet mit dem Karsamstag, wobei die Karwoche nicht zur Fastenzeit hinzu addiert wird, sondern vielmehr als eigene Zeitphase gerechnet wird. Denn mit dem Palmsonntag, der die Karwoche einläutet, wird seit jeher der Einzug Jesus in Nazareth gefeiert, der dann seinen Abschluss am Gründonnerstag findet.

Die Bezeichnung Gründonnerstag leitet sich aus dem altdeutschen Wort "greinen" ab, was frei übersetzt soviel wie "weinen " bedeutet und bezieht sich auf das letzte Abendmahl, dass Jesus mit seinen Jüngern hielt, ehe er am Karfreitag den Tod am Kreuz fand. Der folgende Karsamstag ist dann der Grabesruhe gedacht, ehe am dritten Tage dem Sonntag die Auferstehung gefeiert wird.

Damit dieses Hochfest der christlichen Kirche aber immer den gleichen Vorraussetzungen unterliegt und die Abstände zwischen den einzelnen Tagen identisch anmuten, wurden in historischer Vergangenheit aufwendige Rechnungen angestellt. So hängt die Berechnung von Ostern wesentlich vom jüdischen Pessachfest ab, welches prinzipiell am 14. Tage des Frühlingsmonats gefeiert wird.

Da jedoch der jüdische Kalender nicht genau ist und zeitweilig mit dem echten jüdischen Nisan nicht stimmig ist, ist die Berechnung von Ostern in der Vergangenheit auch abhängig von den Mondzyklen gewesen. Hierzu gibt es besonders aufwendige Berechnungen, die gerade die westliche Glaubensgemeinschaft von der christlich- orthodoxen Religion unterscheidet, die aber ebenfalls Ostern zelebriert. Allerdings findet deren Fest bisweilen um einige Tage verschoben statt, wobei sich alle 3 bis 4 Jahre die Zeitrechnung der westlichen Kirche mit der Orthodoxen Rechnung überschneidet.