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Die Bedeutung von Ostern



Gerade in der heutigen Zeit ist es erschreckend, dass viele Kinder und Jugendliche aber auch so mancher Erwachsene mit den christlichen Feiertagen vorwiegend die kommerziellen Facetten verbindet. So ist Weihnachten das Fest der Geschenke und der hübsch geschmückten Weihnachtsbäume und Ostern mutiert zum Fest der Schokoladen Hasen sowie der bunten kleinen Eier.

Dabei steht hinter jeder dieser Festlichkeiten ein bedeutender Aspekt, der gerade in der westlichen Welt von starken Glauben geprägt ist. Dieser Glaube ist durchaus interessant und letztendlich die Grundlage unserer Gesellschaft. Daher sollte man sich die lohnende Mühe machen, sich und auch den eigenen Nachwuchs diese uralten Überlieferungen einmal nahe zu bringen, denn viele dieser kleinen Wahrheiten und Begebenheiten die die Bibel lehrt, finden auch Anklang in der modernen Zeit und bei der jungen Generation.

So ist Ostern zwar mit den niedlichen Osterhasen verbunden, aber dies sind nur reizende Bräuche die sich im Laufe der Jahrhunderte eingebürgert haben und die so vielseitig sind, wie die gläubigen Menschen auf der gesamten Erde. Im Vordergrund dominiert jedoch seit jeher der christliche Glauben, und daher wird an Ostern die Opferung Jesus zu Gunsten der Erlösung der Menschen sowie auch seine Auferstehung vom Tode gefeiert.

Jedoch ist Ostern kein Fest das auf einen einzigen Tag beschränkt ist, sondern vielmehr ist Ostern ein Hochfest, dass von einen Festkreis umgeben ist, der mit dem Aschermittwoch eingeläutet wird. Denn an diesem Tag beginnt die 40tägige Fastenzeit, die an das Leiden der 40jährigen Knechtschaft des Volkes Israel sowie an die 40 Tage Jesus in der Wüste erinnern soll. Auf diese 40 Tage folgt dann der Palmsonntag, an dem Jesus in Nazareth in Jerusalem einzog, ehe er dann am Gründonnerstag das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern zelebrierte.

Bereits an diesem Tag beginnen in vielen Gemeinden die kirchlichen Bräuche wie etwa die Kirchenwache oder die sogenannte Ölbergwache, bei der 24 Stunden die Kirche von Gläubigen gefüllt ist, die sich dort zum gemeinsamen Beten einfinden. Am darauffolgenden Karfreitag starb Jesu dann am Kreuz und dieser Tag ist für die gläubigen Christen ein strenger Feiertag, der mit zahlreichen Ritualen wie Kreuzgang, Fasten oder auch Stille verbunden ist.

Während die Fastenzeit von vielen unterschiedlich zelebriert wird, verstummen an diesen Tag die Glocken der zahlreichen katholischen Kirchen bundesweit und auch viele Kirchengemeinden verhüllen dann den Altarraum mit violettfarbenen Tüchern. Der Karsamstag ist dann der Grabesruhe zugedacht, und auch dieser Tag findet in vielen Regionen besondere Beachtung. So ist an diesen Tag kein Gottesdienst mit Kommunionfeier und auch die Glocken schweigen. Stattdessen finden sich Gläubige zum gemeinsamen Gebet ein und gedenken dem Tod Jesu Christi.

Der Ostersonntag ist dann das höchste Feste in der christlichen Glaubensgemeinschaft, denn dann wird die Auferstehung Jesu vom Tode gefeiert. An diesem Tag finden dann in allen Kirchen global wahre Freudenfeste statt, die sich in üppigen Blumenschmuck und strahlenden Altarräumen wiederspiegeln.

Als besonderer Brauch wird dann in den Gottesdiensten mitgebrachtes Essen geweiht und es wird der Ostersegen gespendet. Spätestens dann erklingen auch die Kirchenglocken wieder und man kann förmlich spüren, dass dann wieder Leben in die Glaubensgemeinschaft einzieht, die man dann mit allen Sinnen wahrnimmt und ihren Höhepunkt vielerorts in Orgelkonzerten oder Prozessionen findet.